Sparschwein, Sparbuch, online-Sparen oder Wertpapiere: die Art Geld auf die Seite zu legen, hat sich über die Jahre verändert. Aber die Bereitschaft zu sparen, ist nach wie vor hoch: das sagen uns die Banken in Oberösterreich zum Weltspartag.
Gerade junge Leute beschäftigen sich verstärkt damit, ob sie im Alter finanziell abgesichert sind. Eine Studie von Raiffeisen Oberösterreich etwa zeigt, drei Viertel der 16- bis 34-Jährigen hat Sorgen, später genug Geld zu haben. Reinhard Schwendtbauer, Raiffeisen OÖ.-Chef sagt, es reichen schon kleine Beträge, um langfristig Geld zu sparen:
„Aber wir reden hier ja nicht von Unsummen, die gespart werden sollen. Es gibt bereits Modelle, wo man in Fonds investieren kann, wo man mit 25, mit 50 Euro im Monat dabei ist. Und wenn man sich vielleicht da und dort einmal einen Streamingdienst weniger leistet oder irgendwas in die Richtung, dann sind 25 bis 50 Euro sicher möglich und frei. Und das jetzt zu investieren, ergibt ein Vielfaches in der Zukunft für alle jungen Menschen und das ist absolut sinnvoll.“
Zwar ist das klassische Sparbuch weiter in, aber der Trend geht auf jeden Fall Richtung online-sparen und Wertpapiere, bestätigt uns Stefanie Christina Huber, Generaldirektorin der Sparkasse Oberösterreich:
„Der Trend geht ganz stark Richtung Wertpapiere bei jungen Menschen. Wir würden uns wünschen, noch mehr von diesen jungen Menschen auch in der Beratung zu sehen, in unseren Financial Health Gesprächen, zur finanziellen Gesundheit hier wirklich beraten zu können. Denn wichtig ist bei den jungen Menschen auch, dass sie breit aufgestellt sind. Und das geht auch mit kleinen Beträgen. Und ich glaube, genau das ist es, wo wir noch ein bisschen hinarbeiten müssen. Aber wichtig ist schon einmal dieses Interesse und dieser erste Ansatz zu sagen, ich will in Wertpapiere investieren.“
Auf jeden Fall hat sich die Stimmung in Oberösterreich, nicht nur bei den Privaten, sondern auch bei den Unternehmen gebessert. Das nehmen wir wahr, so VKB-Generaldirektor Markus Auer:
„Ehrlich gesagt ist die Stimmung natürlich mit den ganzen Krisen, was wir halt weltweit derzeit haben, geopolitisch schwierig. Die Stimmung aber, was das Lokale betrifft, ist glaube ich schon gut, weil wir sind durchaus der Meinung, dass wir da bei uns in Oberösterreich schon unser Schicksal selber in der Hand haben. Und da sind so viele fleißige Leute, so viele Anzahrer, so viele gute Unternehmen. Und man merkt, da geht es, dieser Unternehmergeist, der bei uns wohnt, der ist so intensiv. Also das ist positiv, was halt natürlich die geopolitischen Rahmenbedingungen machen, schwierig – aber in Summe eben in uns, im kleinen Kern sind wir positiv.“
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