Sie sind farb- und auch geruchlos – in höherer Dosis können sie aber bewusstlos machen: die Rede ist von k.o.Tropfen. Beim Fortgehen werden die immer öfter jemandem ins Getränk gemischt – jedes Jahr gibt es österreichweit 120 Anzeigen im Zusammenhang mit k.o Tropfen, die Dunkelziffer dürfte weit höher sein. Um vor allem junge Leute für diese Gefahr zu sensibilisieren und sie zu schützen, hat pro mente OÖ jetzt die Aktion „say NO to K.O.“ gestartet.
Tausende Info-Folder werden gerade vor Schulen, in Jugendzentren oder über Streetwork verteilt. In diesen Foldern: eine Testkarte, sagt Thomas Labacher von pro mente:
„Die Testkarte ist so im Format einer Kreditkarte, die hab ich eingesteckt. Bei uns sind zwei Testfelder drinnen und durch Verfärbung zeigt dieses Testfeld mir an, ob da GHB oder GBL in meinem Getränk drinnen ist.“ (GHB und GBL sind die am häufigsten benutzten k.o Tropfen)
Das ganze kann ganz einfach beim Fortgehen getestet werden – das Ergebnis gibts in Sekunden, so Labacher:
„Dann nimm ich einfach einen Strohhalm und tropfe einen Tropfen meines Getränks auf eines der beiden Testfelder und durch Verfärbung zeigt dieses Testfeld mir an, ob da GHB oder GBL in meinem Getränk drinnen ist.“
k.o Tropfen wirken oft einschläfernd, mit steigender Dosis führen sie oft aber auch zur Bewusstlosigkeit. Betroffene fühlen sich wehrlos und berichten von einem Filmriss.
Wer betroffen ist, sollte dann dennoch schnell handeln, denn die Substanzen sind nur wenige Stunden nachweisbar. Unbedingt auch Anzeige erstatten, raten Experten.
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