Brennende Autos, Schaufenster, die eingeschlagen werden: in sozialen Medien kursieren seit Tagen Videos, in denen zu Protesten morgen zu Halloween aufgerufen wird.
Genau diese Videos kennt natürlich auch die Polizei in Oberösterreich. Die ist vor allem auch deshalb alarmiert, weil es in anderen europäischen Städten zuletzt Krawalle gegeben hat, etwa in Paris. Und weil es vor vier Jahren zu Halloween bereits eine Straßenschlacht zwischen Jugendlichen und der Polizei gegeben hat. Wir verfolgen das auf Insta und Tiktok gerade sehr genau, sagt Polizei-Einsatzkommandant Markus Vorderderfler:
„Wir haben seit einiger Zeit natürlich unseren Fokus auf die sozialen Netzwerke gerichtet. Bis jetzt haben wir keine offiziellen Versammlungsanmeldungen vorliegen. Wir haben auch keine konkreten Hinweise, wonach es zu größeren organisierten Versammlungen in Oberösterreich kommen sollte.“
Generell sei die Lage zu Halloween aber schwer einzuschätzen, so Vorderderfler:
„Im Großen und Ganzen ist das sehr, sehr schwierig einzuschätzen. Wir gehen nicht davon aus, dass sich in Österreich oder in Oberösterreich Szenen abspielen, wie wir sie aus den letzten Wochen aus Paris bzw. Frankreich kennen.“
Dennoch: Auch wenn es keine angemeldeten Versammlungen gibt und auch keine Hinweise auf mögliche Krawalle, rechnet die Polizei mit spontanen kleineren Kundgebungen. Dafür aber sei man gerüstet. Das Personal ist aufgestockt – es sind mehr Polizisten im Dienst, sagt Einsatzkommandant Markus Vorderderfler:
„Für die Bevölkerung wird sich das in einer verstärkten Polizei präsent zeigen. Wir haben im Hintergrund auch Spezialkräfte bzw. Sondereinheiten als zentrale Reserve bereitgestellt, die dann, sollte es einen Anlass geben, entsprechend einschätzen können.“
Spezialkräfte sind in Bereitschaft.
Bild: TEAM FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR
