Schule bleibt nach Gewalttat in Taufkirchen an der Pram offen

Taufkirchen

Nach der furchtbaren Bluttat in der Mittelschule Taufkirchen an der Pram hat am Vormittag in der Schule ein Krisenstab getagt. Die Verantwortlichen der Schule, der Bildungsdirektion und der Bürgermeister haben mit Krisenhilfe und Schulpsychologie besprochen, wie der Schulbetrieb weitergehen kann. Am Nachmittag hat der Direktor dann alle Eltern informiert.

Der Unterricht, morgen am Montag, beginnt planmäßig. Die Kinder und Jugendlichen werden ab 6.30 Uhr zuerst von ihren Pädagogen in den Klassen betreut, um 7.45 Uhr wird im Turnsaal eine Gedenkminute abgehalten. Die Krisenhilfe ist vor Ort und wird das Geschehene mit den einzelnen Klassen versuchen aufzuarbeiten. Der Schule ist es ein großes Anliegen, dass morgen alle Kinder in den Unterricht kommen, um gemeinsam Ängste und Sorgen zu besprechen, betont der Direktor. Ab Dienstag versucht man in einen „normalen“ Schulalltag überzugehen.

Bis Schulschluss wird es außerdem keine mündlichen und schriftlichen Prüfungen mehr geben, außer Schüler wünschen das selbst.

Auch den Eltern wird Hilfe angeboten. Für sie wird eine Austauschmöglichkeit in der Schule mit Krisenhilfe und Schulpsychologen organisiert.

Am Freitag findet außerdem ein Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirchen Taufkirchen an der Pram statt, an dem Schüler und Lehrkräfte teilnehmen können.

Die Bibliothek, Schauplatz des tragischen Ereignisses, wird im Sommer baulich umgestaltet und künftig nicht mehr als Bibliothek genutzt werden, heißt es aus der Bildungsdirektion. Dort ist am Freitag am frühen Nachmittag eine 28-jährige Lehrerin von ihrem 29-jährigen Kollegen getötet worden. Der Mann hat sich später selbst umgebracht.

Bild: Life Radio