Der geplante Windpark in Sandl wird wieder diskutiert. Die Unterlagen fürs Genehmigungsverfahren sind laut Oberösterreichs Umweltanwalt fachlich nicht ausreichend. Beim Ausbau für Windräder generell auf die Bremse zu steigen, ist für Grünen-Chefin Leonore Gewessler der völlig falsche Weg, sagt sie heute bei einem Oberösterreich-Besuch:
„Jedes einzelne Windradl hilft uns. Und was legen die (Regierung) vor? Einen wirklich mutlosen Gesetzesentwurf, wo eben dann ein Bundesland nach dem anderen von Schwarz-Blau in Oberösterreich angefangen zum sozialdemokratischen Landeshauptmann in Kärnten ausrichten. Deswegen rühren wir aber sicher keinen Finger und bauen irgendeinen Windradl aus.“
Oberösterreich mit derzeit 31 Windrädern müsste da einen deutlichen Schritt nach vorne machen, sagt auch Oberösterreichs Grünen-Chef Stefan Kaineder. Wir brauchen den Ausbau, sagt er:
„Die Windradeln wollen ÖVP und FPÖ verbieten in Oberösterreich und damit machen sie einen riesigen Fehler. Nicht nur für unsere Stromrechnungen, das ist ein riesiges wirtschaftliches Problem für unsere großen Industriebetriebe. Die brauchen nämlich bei der Umstellung in der Stahlproduktion zum Beispiel jetzt sehr viel grünen Strom. Und den gibt es im Sommer, weil da haben wir unsere Photovoltaikanlagen, aber im Winter gibt es ihn noch nicht, weil da brauchen wir die Windräder. Und wer Windräder verbietet, der verhindert eigentlich, dass wir in Zukunft noch sichere Arbeitsplätze in der modernen Industrie in Oberösterreich haben. Und das ist der größte Fehler von Schwarz-Blau und das ist auch der Grund, warum nach der Wahl nächstes Jahr die Freiheitlichen einfach nicht mehr in der Koalition sein dürfen, weil das für das Land so ein großer Schaden ist.“
In Sandl haben die Projektbetreiber schon mit Kritik des Umweltanwalts gerechnet. Die zuständigen Behörden prüfen die Unterlagen jetzt.
Bild: Life Radio
