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Jedes 15. Baby in Oberösterreich ist ein Frühchen. Das heißt: die Babys kommen oft schon zwischen der 23. und der 25.Schwangerschaftswoche auf die Welt. Dabei wiegen die Babys oft weniger als 1.500 Gramm.
Die Chancen für die Frühchen durch zu kommen, werden dank enormer Fortschritte in der Medizin immer besser, sagt Neonatologe Martin Wald vom Klinikum Wels-Grieskirchen:
„Die Behandlungsmethoden sind immer ausgefeilter und dabei immer weniger invasiv geworden. Und die Überlebensrate ist deutlich angestiegen, sodass heutzutage eigentlich eher die Qualität des Überlebens im Vordergrund steht.“
Frühgeborene werden beim Atmen und Trinken unterstützt, auch bei der Wärmeregulierung. Bei extremen Frühchen gibt es oft das gleiche gesundheitliche Problem:
„Wenn man jetzt von einem sehr unreifen Kind ausgeht, ist das Hauptproblem die Lunge, die im Prinzip auf das Leben außerhalb des Mutterleibes noch nicht vorbereitet ist und entsprechend versorgt werden muss.“
Mittlerweile überleben zwischen 70 und 90 Prozent aller Frühchen und es gibt auch für die Mediziner öfter „kleine Wunder“, sagt Martin Wald:
„Man ist immer wieder überrascht, was alles möglich ist. Ich habe eine persönliche Erfahrung: Das war ein Kind mit genau 24 Schwangerschaftswochen, mit einem sehr geringen Geburtsgewicht von 390 Gramm, wo damals die Geburtshilfe schon gesagt hat und mit den Eltern gesprochen hat, dass da die Wahrscheinlichkeit des Überlebens eher gering ist. Und ich sage es jetzt mal ganz plakativ, von dieser Familie kriege ich seit Jahren regelmäßig eine Karte zu Weihnachten. Also dieses Kind hat sich dann überraschenderweise ganz normal entwickelt.“
