Bild: pixabay.com
Immer mehr Hausbrunnen in Oberösterreich sind leer: Es hat um ein Viertel weniger Niederschlag als sonst um diese Zeit gegeben, so der Hydrografische Dienst des Landes. Im Innviertel hat es sogar um 30 Prozent weniger geregnet. Darum ist das Grundwasser extrem niedrig – in manchen Regionen sind überhaupt noch nie so niedrige Grundwasserwerte gemessen worden.
Die Feuerwehren müssen daher immer mehr Menschen, etwa im Hausruck- und Innviertel, mit Wasser versorgen, sagt uns Markus Voglhuber vom Landesfeuerwehrkommando:
„Es ist richtig, dass das Jahr 2026 da doch mit einigen Aufträgen für die Feuerwehr begonnen hat. Wir haben im Durchschnitt der letzten Jahre zwischen 30 und 60 Wassertransporte gehabt im Jänner. Heuer sind es bereits über 120 Wassertransporte, die wir durchführen mussten.“
Niedrig ist das Grundwasser derzeit vor allem in bestimmten Regionen in Oberösterreich, so Voglhuber:
„Also wir haben uns die Zahlen angesehen. Es ist vorwiegend im Hausruckviertel, Bereich Vöcklabruck, ein bisschen in den Raum Gmunden, aber auch das obere Mühlviertel Richtung Rohrbach und so weiter.“
Sobald ein Hausbrunnen trocken ist, melden sich die betroffenen Oberösterreicher meist bei der örtlichen Feuerwehr. Die kommt mit einem Tanklöschfahrzeug und versorgt die Menschen mit Wasser. Dabei handelt es sich um Nutzwasser, so Voglhuber. Das muss vor dem Trinken dann abgekocht werden.
Solche Situationen werden in Zukunft noch öfter haben, sagt dazu Umweltlandesrat Stefan Kaineder – der Klimawandel ist angekommen. Er rät Betroffenen, sofern es möglich ist, an die Ortswasserleitung anzuschließen. Kaineder:
„Die Haushalte, die tatsächlich an einer öffentlichen Wasserversorgung sind, die werden kein Problem kriegen, weil dort kümmert man sich auch darum, wenn es schwierige Situationen gibt, dass es dann einen Ausgleich gibt. Dann ist man nicht nur bei der Menge des Wassers auf der sicheren Seite, sondern auch bei der Qualität, weil die wird in öffentlichen Wasserversorgungen echt oft genug kontrolliert.“
Entspannen könnte sich die Lage nur, wenn es jetzt im Frühjahr längere Zeit durchregnet, sagt der Hydrografische Dienst des Landes. Der Regen würde langsam ins Grundwasser sickern und die Pegel könnten wieder steigen.
