Sie hat mit ihrem Mann gestritten und das mit dem Leben bezahlt. Eine 44jährige Frau aus Neukirchen an der Enknach ist heuer bereits die vierte Frau österreichweit, die Opfer eines Mordes geworden ist, die erste in Oberösterreich. Letztes Jahr sind es 27 Frauen, die getötet worden sind, die meisten von ihrem Ehemann, Partner oder Ex-Partner (in Oberösterreich waren es drei).
Es fängt oft mit kleinen Sticheleien oder Handgreiflichkeiten an, sagt Martina Maurer vom Gewaltschutzzentrum Oberösterreich:
Oft ist auch die Zeit, die gefährlichste, wenn Frauen sagen, dass sie sich trennen würden, so Maurer. Da komme es häufig zu Auseinandersetzungen mit Gewalt.
Wichtig ist auf jeden Fall, darüber zu reden, sich beraten zu lassen, wenn man als Frau von Gewalt betroffen ist. Denn nach wie vor schweigen viele, aus Scham, sagt Martina Maurer:
In Oberösterreich gibt es in jedem Bezirk ein Netzwerk, an das sich Frauen wenden können:
Das Gewaltschutzzentrum Oberösterreich hat im letzten Jahr fast 4.000 Menschen betreut.
Am Wochenende hatten sich die 44jährige zweifache Mutter und ihr Mann gestritten. Im Zuge dieses Streits soll der 35jährige Ehemann zu einem Messer gegriffen und die Frau tödlich verletzt haben. Die Tochter hat die Leiche der Frau gefunden. Der mutmaßliche Täter sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. Er hat die Tat bereits gestanden. Im Laufe des heutigen Tages soll die Leiche der Frau obduziert werden – die Staatsanwaltschaft Ried erwartet sich davon noch mehr Klarheit in dem Fall.
Mehr Informationen über Hilfsangebote gibts beim Gewaltschutzzentrum Linz HIER.
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