Bild: FotoKerschi
Nachdem im Oktober im Krankenhaus in Rohrbach eine Patientin gestorben ist weil in keiner Spezialklinik Platz war, hat die eingesetzte Expertenkommission heute ihre Ergebnisse präsentiert.
Der Bericht zum „Fall Rohrbach“ bringt für Oberösterreich vor allem eines: Die Spitäler sollen in akuten Notfällen schneller und flexibler zusammenarbeiten. Die Experten kritisieren dabei besonders das Klinikum Wels-Grieskirchen, weil es damals trotz vorhandener Möglichkeiten keine Patientin übernommen hat. Vorsitzender der Kommission Friedrich Pammer:
„Wels hat nicht zugesagt, sie zu übernehmen, weil sie kein Intensivbett frei hatten. Und das war aus Sicht der Experten zu hinterfragen, weil wenn das Intensivbettmanagement optimiert wird, dann könnte man hier Kapazitäten schaffen.“
Gleichzeitig halten sie fest: Der Tod der Frau war medizinisch wohl nicht mehr zu verhindern. Das Klinikum Rohrbach habe laut Bericht rasch diagnostiziert und richtig gehandelt. Das Land OÖ will die Empfehlungen nun prüfen und rasch Maßnahmen umsetzen.
„Die Krankenhäuser wurden heute angewiesen, sich standardisierte Prozesse zu definieren, wie in sieben Krankheitsbildern miteinander umgegangen wird und gleichzeitig auch an der verbesserten Übermittlung von Bildern und Befunden zu arbeiten.“
