Der Medienandrang vorm Welser Landesgericht ist heute groß. Der Fall Kellermayr wird verhandelt.
Während der Coronapandemie soll die damals 36-Jährige Ärztin teils schwere Drohungen erhalten haben. Der Grund: Sie ist als Impfbefürworterin aufgetreten. Am 29. Juli 2022 wurde Kellermayr tot in ihrer Praxis in Seewalchen am Attersee gefunden, sie hatte sich das Leben genommen. Nur wenige Wochen vorher hatte sie wegen Sicherheitsbedenken ihre Praxis geschlossen.
Vor Gericht muss sich heute ein 61-Jähriger als Deutschland verantworten. Er soll der Ärztin Drohungen per Email und über Twitter (jetzt X) geschickt haben. Darin war von einem „Volkstribunal“ die Rede, das Kellermayr ins Gefängnis bringen soll.
Kurz vor Prozessstart hat OÖ Reporterin Hannah Kehrer mit der Verteidigerin des Mann, Sonja Fasthuber, gesprochen. Sie sagt, auch den Verdächtigen hat Kellermayrs Tod getroffen:
Insgesamt sind für die Verhandlung vier Tage anberaumt, ein Urteil soll am 9. April fallen. Dem Angeklagten drohen bis zu 10 Jahren Haft.
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