Die Zahl der Friseure geht zurück, weil immer weniger Menschen eine Ausbildung in diesem Beruf beginnen. Bei uns in OÖ ist die Zahl der Friseurlehrlinge bereits um rund ein Viertel gesunken. Nach Einschätzung von Alexander Gaisbauer, dem Landesinnungsmeister der Friseure, liegt das aber nicht daran, dass sich junge Leute grundsätzlich nicht mehr für den Beruf interessieren:
„Das Interesse bei den jungen Leuten ist auf jeden Fall da. Aber wir haben wirklich einfach eine Herausforderung von der Betriebsstruktur her, weil wir einfach 60 Prozent Ein-Personen-Unternehmen haben.“
Das eigentliche Problem liegt also an der Struktur:
„Von diesen 60 Prozent sind eben auch nur sehr hohe Anteile, die überhaupt unter 55.000 Euro Jahresumsatz erwirtschaften. Das heißt, es hat Umsatzsteuer befreit und die können gar kein Lehrling aufnehmen, aber sonst sind sie automatisch drüber.“
Gaisbauer fordert deshalb Änderungen, damit wieder mehr Lehrlinge aufgenommen und ausgebildet werden können. Ziel ist es, den Rückgang bei den Friseurlehrlingen zu stoppen und langfristig auch dem Mangel an Friseuren entgegenzuwirken.
