Matcha im Test: Bio-Produkte schneiden besser ab!

matcha, organic, matcha powder, fresh, green, powder, healthy, milk, drink, japanese, matcha, matcha, matcha, matcha, matcha, powder, japanese
Photo by dungthuyvunguyen on Pixabay

Matcha ist längst mehr als ein klassischer Tee. Das grüne Pulver wird heute in Getränken, Desserts, Backwaren und Snacks verwendet. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat gemeinsam mit der Arbeiterkammer Steiermark 14 Matchapulver getestet – mit klarem Ergebnis: Bio-Produkte waren insgesamt weniger belastet.

14 Matchapulver wurden untersucht eingekauft online sowie in Supermärkten, Drogerien, Asia-Shops und Teefachgeschäften. Im Labor wurden sie unter anderem auf Aluminium, Blei und Pestizide geprüft.

Das Ergebnis: 9 Produkte erhielten die Bewertung „sehr gut“, 2 „gut“, 2 „durchschnittlich“ und 1 „weniger zufriedenstellend“. Insgesamt schnitten Matchapulver aus biologischem Anbau besser ab. Alle Details zum Test sind unter www.vki.at/matcha2026 abrufbar.

Was ist Matcha?

Für den Test wurden ausschließlich reine Matchapulver ohne Zusätze berücksichtigt, die auf der Verpackung als „Matcha“ deklariert waren.

„Matcha ist zu feinem Pulver vermahlener Grüntee aus beschatteten Blättern der Teepflanze Camellia sinensis“, erklärt VKI-Ernährungswissenschafterin Teresa Bauer. Ursprünglich stammt Matcha aus China, wurde aber in Japan weiterentwickelt und kultiviert. Vor der Ernte werden die Teepflanzen mehrere Wochen beschattet. Dadurch steigt der Chlorophyllgehalt – und die typisch intensive grüne Farbe entsteht.

Bio-Matcha weniger mit Schwermetallen belastet

Die Untersuchung zeigt: Bio-Produkte sind tendenziell die bessere Wahl. Sie waren insgesamt geringer mit den Schwermetallen Aluminium und Blei belastet.

„Teepflanzen können Schwermetalle aus Boden und Wasser aufnehmen und in den Blättern speichern“, so Bauer. „Sowohl Blei als auch Aluminium haben ungünstige Effekte auf die Gesundheit. Für Blei gibt es keine unbedenkliche Aufnahmemenge.“

Von den 14 getesteten Matchapulvern stammten 11 aus biologischem und 3 aus konventionellem Anbau.

white ceramic teacup filled of matcha tea
Photo by Jason Leung on Unsplash

Pestizide vor allem in konventionellen Produkten

In Bio-Matchapulvern wurden keine oder nur geringe Pestizidrückstände nachgewiesen. Solche Rückstände können etwa durch Abdrift von benachbarten konventionellen Teefeldern auch in Bio-Produkte gelangen.

Anders bei den konventionellen Produkten: Alle drei enthielten Pestizide – darunter auch Wirkstoffe, die in der EU nicht zugelassen sind. Bei einem Produkt, dem „Sweet Tea Matcha Powder“, wurde zudem der zulässige Rückstandshöchstgehalt eines Pestizids überschritten. In den übrigen Proben lagen die gefundenen Werte unter den gesetzlichen Grenzwerten.

Pestizide können nicht nur für Konsument:innen problematisch sein. Besonders betroffen sind auch Arbeiter:innen auf Teeplantagen. Zudem belasten sie Nützlinge, Artenvielfalt, Boden und Wasser.

Warum Schadstoffe bei Matcha besonders relevant sind

Im Unterschied zu klassischem Grüntee wird Matcha nicht aufgegossen und anschließend abgeseiht. Stattdessen wird das gesamte Pulver mitgetrunken.

„Dadurch gelangen auch enthaltene Schadstoffe in höherem Ausmaß in den Körper“, erklärt Teresa Bauer.

Empfehlung: Nicht mehr als drei Gramm pro Tag

Das Fazit der VKI-Ernährungswissenschafterin: „Matcha sollte nicht im Übermaß konsumiert werden. Wenn, dann empfehlen wir Bio-Produkte. Aufgrund möglicher Schwermetallbelastungen raten wir, maximal drei Gramm Matchapulver täglich zu verzehren. Zudem enthält Matcha Koffein und ist daher für Kinder nicht geeignet.“

Auch wenn Matcha und Grüntee häufig gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben werden: Derzeit gibt es keine ausreichend fundierten wissenschaftlichen Belege für eine vorbeugende oder heilende Wirkung – auch nicht im Zusammenhang mit Krebserkrankungen.

Fotocredits: Photo by dungthuyvunguyen on Pixabay bzw. Jason Leung on Unsplash