Messerattacke in Linz: Verdächtiger vorbestraft

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Bilder: FOTOKERSCHI / WERNER KERSCHBAUMMAYR

Nach dem Messerangriff in Linz an diesem Wochenende werden jetzt immer mehr Details bekannt. Die Polizei hat den 34jährigen mutmaßlichen Täter bereits einvernommen und der hat auch gestanden.

In einer ersten Einvernahme hat der Kroate grundsätzlich zugegeben, die Bluttat am Samstagabend nahe der Landstraße verübt zu haben. Ein konkretes Tatmotiv allerdings hat er nicht genannt – Auslöser sei seine psychische Erkrankung gewesen. Welche Erkrankung das sein soll, ist noch unklar. Mittlerweile sitzt der Mann in der Justizanstalt Linz.

Außerdem ist der Verdächtige bereits einschlägig vorbestraft . 2018 wurde er verurteilt, weil er einen Mann mit einem Messer verletzt hatte. Der mutmaßliche Täter könnte zum Tatzeitpunkt auch unter Drogeneinfluss gestanden sein. Ulrike Breiteneder von der Staatsanwaltschaft Linz:

„Der Beschuldigte war auch in einem Schnelltest bei der Polizei schon auf zwei Substanzen positiv. Inwieweit hier tatsächlich eine Beeinträchtigung eine Rolle gespielt hat, ist Gegenstand der Ermittlungen und wird man dann auch das Ergebnis der Blutuntersuchung abwarten müssen.“

Das ist passiert

Am Samstag Nachmittag hat der 34jährige gegenüber seiner Frau angekündigt, jemanden zu töten. Die hat sofort die Polizei alarmiert. Beamte haben nach dem Mann gefahndet – noch während dieser Fahndung ist die Bluttat passiert. Zuvor soll ein älterer Autofahrer den Kroaten angehubt haben, nachdem er ihm vors Auto gerannt war. Als der Kroate auf den Lenker losgehen wollte, sind drei Afghanen dem Autofahrer zu Hilfe gekommen. Wenig später sind alle drei wieder in einen Barber-Shop. Als sie den verließen, hat sie der 34-jährige Kroate verfolgt. Einen 24-Jährigen hat er plötzlich von hinten mit einem Küchenmesser attackiert. Daraufhin sind die beiden anderen geflüchtet. Ein 26-Jähriger ist dabei gestürzt. Ihn hat der Kroate dann ebenfalls mit dem Messer attackiert. Der Mann ist wenig später im Spital gestorben.

Der mutmaßliche Täter konnte zuerst flüchten – wurde dann aber festgenommen.