Du suchst online die große Liebe für den Valentinstag? Dann aufgepasst: Die Arbeiterkammer Oberösterreich warnt vor fiesen Fallen bei Dating-Apps. Die Beratungsstelle registriert vermehrt Beschwerden von Konsumentinnen und Konsumenten aus OÖ. Das zeigt: Die Abzocke nimmt zu.
„Die größten Fallen sind erstens die Laufzeit, also die automatische Vertragsverlängerung, wo viele Konsumentinnen und Konsumenten drüber stolpern“, warnt Uli Weiß vom Konsumentenschutz der Arbeiterkammer OÖ. „Und das Zweite ist, wenn Konsumentinnen und Konsumenten draufkommen, es ist eigentlich nichts für mich und aussteigen wollen, dann verlangen die Anbieter hohe Summen.“
Neue Masche: Fake-Profile werden immer häufiger
Besonders perfide: Immer mehr Dating-Portale arbeiten mit Fake-Profilen. Konsumentinnen und Konsumenten erzählen uns, dass sie draufkommen, dass sie gar nicht mehr mit einer echten Person gechattet haben, sondern mit einem Mitarbeiter, einer Mitarbeiterin oder sogar mit KI“, erklärt Weiß.
Woran du Fake-Profile erkennst: Die Anbieter müssen solche Profile eigentlich klar kennzeichnen – etwa mit Symbolen. Versteckte Hinweise in den AGB reichen nicht.
So schützt du dich vor Abzocke
Du kennst das sicher: Plötzlich soll extra Geld fließen, damit das Gespräch weitergeht. Genau dann sollten bei dir die Alarmglocken läuten. Weitere Tipps der AK OÖ:
• Widerrufsrecht nutzen: Du hast 14 Tage Zeit zum Widerruf. Fehlt die Belehrung, sogar ein Jahr und 14 Tage.
• Vertrag genau lesen: Kosten, Laufzeit und Kündigungsfristen checken.
• Automatische Verlängerung: Unternehmen müssen dich rechtzeitig warnen – tun sie’s nicht, ist die Verlängerung unwirksam.
Was das für dich bedeutet: Die AK OÖ stellt Musterbriefe für Rücktritt bereit. Bei Problemen kannst du dich kostenlos beraten lassen.
Mehr Infos geben die Konsumentenschützer der AK OÖ auch HIER.
