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Es ist gerade etwas ruhiger rund um die Wölfe in Oberösterreich. Auch wenn gestern erst ein Wolf in Freistadt gesehen worden ist, die Wolfssichtungen heuer sind doch deutlich zurückgegangen. Beim Wolfsmanagement sind mit sechs Sichtungen etwa nur halb so viele bestätigt worden, wie im Dezember. Die Rudel sind aber nach wie vor bei uns, sagt Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger:
„Wir gehen momentan von vier Rudeln aus, die wir im Grenzgebiet auch zu Tschechien, Niederösterreich haben, die dort unterwegs sind. Und wir werden schauen, ob wir weitere Rudel feststellen können aufgrund dieses Monitorings.“
Ein „Problemwolf“ ist aber nicht dabei, also einer, der sich Siedlungen und Wohnhäuser und damit dem Menschen nähert. Derzeit muss keiner vergrämt werden, bestätigt Langer-Weninger:
„Wir haben immer wieder auch Meldungen über Sichtungen bei uns in Oberösterreich, aber derzeit ist nirgendwo eine Abschlussfreigabe erteilt worden, weil einfach momentan diese Problemfälle entweder mit Rissen oder mit gefährlichen Situationen derzeit nicht gegeben ist.“
Ende Dezember ist in Kirchham eine Ziege von einem Wolf gerissen worden, das hat eine DNA-Analyse mittlerweile bestätigt. Am 23.Jänner ist ein totes Reh in Ottenschlag gefunden worden. Ob auch das von einem Wolf gerissen worden ist, wird derzeit noch mit DNA-Proben überprüft.
Im Frühjahr könnte es wieder deutlich mehr Wolfssichtungen geben, da rechnen die Wolfsbeauftragten des Landes mit mehr Berichten aus der Bevölkerung. Der Grund: Da verlassen die Jungwölfe ihr elterliches Rudel und ziehen weiter.
