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Oberösterreich trauert um Alt-Bischof Maximilian Aichern. Der Benediktiner ist heute in der Früh im 94. Lebensjahr in Linz verstorben.
Maximilian Aichern war fast 24 Jahr lang, von 1982 bis 2005, Bischof der Diözese Linz. Er hat die Kirche als „Sozialbischof“ geprägt, weit über die Grenzen Oberösterreichs hinaus. Maximilian Aichern ließ sich leiten von seinem bischöflichen Wahlspruch „In caritate servire“ (In Liebe dienen). Bis vor etwa einem Jahr nahm Aichern noch Dienste in der Diözese wahr, etwa die Leitung von Festgottesdiensten oder Firmungen. Heute in den frühen Morgenstunden starb Aichern in Linz. In allen Pfarren werden heute die Kirchenglocken für 10 Minuten läuten – alle kirchlichen Gebäude werden schwarz beflaggt.
Werdegang
Maximilian Aichern sollte eigentlich den elterlichen Betrieb in Wien übernehmen. Er lernte den Beruf des Fleischhauers bis zur Gesellenprüfung. Weil dann seine Schwester den Betrieb übernahm, konnte Aichern seiner Berufung nachgehen und studierte Theologie. Er trat ins Kloster St.Lambrecht in der Steiermark ein, 1959 wurde er zum Priester geweiht, 1982 zum Bischof der Diözese Linz.
Reaktionen
Bischof Manfred Scheuer sagt in einer ersten Stellungnahme: „Traurig aber mit großer Dankbarkeit blicke ich auf das Wirken von Bischof Maximilian Aichern, der unsere Diözese mit seinem weiten Herzen, seiner Menschenfreundlichkeit und seinem tiefen Glauben geprägt hat. Er war ein Brückenbauer, der stets den Dialog suchte – in der Kirche ebenso wie in der Gesellschaft. Seine geistige Strahlkraft und sein unerschütterliches Vertrauen in eine gute Zukunft bleiben uns Vermächtnis und Auftrag. Und dennoch: Er wird uns allen sehr fehlen.“
Landeshauptmann Thomas Stelzer würdigt Aichern als moralische und geistige Säule des Landes. „Sein unermüdliches Eintreten für soziale Gerechtigkeit, die Würde jeder einzelnen Person und den Dialog zwischen Kirche und Gesellschaft bleiben Vorbild und Auftrag für uns alle“, so Stelzer.
