Ab dem 1. April treten erste Sparmaßnahmen zur Sanierung des Budgets in Kraft. Die Anfang März vom Nationalrat verabschiedeten Maßnahmen umfassen unter anderem eine höhere Bankenabgabe, reduzierte Förderungen für Photovoltaik sowie eine Erhöhung der Wettgebühren. Zudem wurde die vorläufige Abschaffung der Bildungskarenz beschlossen.

Die Änderungen auf einen Blick!
Photovoltaik-Steueränderung: Die aktuell geltende Steuerbefreiung für Photovoltaikmodule wird mit 1. April aufgehoben. Zukünftig unterliegen PV-Anlagen einer Steuer von 20 Prozent. Verträge, die bis zum 7. März 2025 abgeschlossen wurden, bleiben aber weiterhin steuerfrei.
E-Mobilität: Auch die Steuerbefreiung für Elektrofahrzeuge bei der motorbezogenen Versicherungssteuer entfällt, zudem werden E-Autos künftig allgemein besteuert. Der Steuersatz für Plug-in-Hybride wird zusätzlich angepasst.
Teurere Zigaretten: Die Tabaksteuer wird erhöht, wodurch Zigaretten um 20 bis 50 Cent teurer werden und die Mindestverbrauchsteuer auf Zigaretten steigt auf 175 Euro je 1000 Stück. Zusätzlich wird auch der zu erhitzende Tabak teurer.

Bildungskarenz endet: Ab 1.April wird das Weiterbildungsgeld oder Bildungsteilzeitgeld abgeschafft. Für Bildungskarenzen, die bis 31. März begonnen haben oder bis Ende Februar vereinbart wurden, gibt es eine Übergangsregelung. Künftige Bildungskarenzen ohne Geldbezüge sind aber weiterhin möglich.
Erhöhung der Wettgebühr: Die Wettgebühr wird von 2 auf 5 Prozent des Wetteinsatzes angehoben. Für 2025 wird ein Mehraufkommen von rund 50 Millionen Euro erwartet.

Bankenabgabe: Banken müssen durch eine Erhöhung der Stabilitätsabgabe sowie Sonderzahlungen in den Jahren 2025 und 2026 insgesamt rund 600 Millionen Euro zur Budgetsanierung beitragen.
Höhere Telekommunikationskosten: Auch die Handytarife werden ab 1. April teurer, wobei die Grundgebühren um rund drei Prozent angehoben werden. Diese Veränderung ist aufgrund der gestiegenen Inflation zu erklären, da die Grundgebühr meist an diese gekoppelt ist.
Strom der EnergieAG wird billiger: Für Kunden mit dem Tarif „Ökostrom-Loyal“ wird der Preis auf 12,93 Cent pro Kilowattstunde gesenkt. Auf das Jahr gerechnet ergebe sich so eine Ersparnis von knapp 50 Prozent, sagt Energie-AG-Chef Leonhard Schitter:
Für das Angebot gilt eine Preisgarantie bis 31. März 2026.