Spitäler entlasten wie in Dänemark

Markus Puchner

Wir haben es geschafft, die Spitäler zu entlasten und die Wartezeiten für die Patienten deutlich zu verkürzen, auch die Wartezeiten auf Operationen: das sagt Markus Puchner – er ist Chirurg in Kopenhagen in Dänemark. Vor 14 Jahren ist der Linzer nach Dänemark gekommen und arbeitet dort im Krankenhaus Hvidovre.

Er hat Landeshauptmann Thomas Stelzer geschildert, wie das Gesundheitssystem in Dänemark funktioniert und wie es gelungen ist, Patienten besser zu lenken. Stelzer ist gerade von dieser Delegationsreise aus Kopenhagen zurückgekommen.

In Dänemark hat jeder Bürger eine eigene Identifikationsnummer (CPR-Nummer – mit unserer Sozialversicherungsnummer vergleichbar). Damit bekommt man nicht nur amtliche Informationen, sondern damit hat man auch Einblick in die eigene Krankengeschichte, etwa auch Befunde oder Arztbesuche.

Hat jemand Beschwerden und muss ins Spital, muss er vor einem Krankenhausbesuch seinen Hausarzt anrufen oder nach 16 Uhr oder am Wochenende im Großraum Kopenhagen immer die Nummer 1813 – eine Telefonhotline, so Markus Puchner:

Eine Krankenschwester oder ein Arzt heben ab und entscheiden, ob der Patient ins Spital muss. Wenn ja, wird er sofort mit seiner Nummer im Krankenhaus angemeldet. Kein Bürger geht von selbst ins Spital, was bei uns ja oft zu völlig überfüllten Ambulanzen führt.

Dieses System hilft uns, die Wartezeiten für Patienten zu reduzieren und Ärzte zu entlasten, sagt Markus Puchner:

Vergleichbar ist bei uns die Hotline 1450 – da gilt es diese weiter auszubauen, so Landeshauptmann Thomas Stelzer bei seinem Besuch in Kopenhagen. Aber, weil bei uns viele Hausärzte fehlen, sind die Spitäler oft Anlaufstelle, so Stelzer:

Der Linzer Arzt Markus Puchner im Gespräch mit Nachrichtenchefin Barbara Schütz in Kopenhagen


Fotos: Land OÖ/Peter Mayr